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Liebeslieder
 Haka werden Liebeslieder und scherzhafte Lieder genannt, die von jungen Männern und Mädchen, wenn sie sich abends versammeln, gesungen und von mimischen Körperbewegungen begleitet werden. Den Refrain jeder Strophe bilden heftig hervorgestoßene unartikulierte Kehllaute, welche die Hand mit zitternder Bewegung, Kakapa, auch dem Auge eindringlich zu machen versucht.
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Lieder und Gesänge
 Außerordentlich reich sind die Maori an Liedern und Gesängen. Da gibt es Strophen und Lieder, die bei religiösen Zeremonien gesungen werden und den Namen Karakia tragen; es sind Zaubersprüche, Gebete, Beschwörungsformeln an die Adresse der Götter.
Bei der Ankunft von Fremden und Gästen wurden beispielsweise die folgenden Zeilen gesungen:
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Fabeln der Maori
Die Heuschrecke und die Ameise
Heuschrecke
»Ameise, komm hierher sogleich; Staunend, o Freundin, seh' ich euch, Wie, weise und sorgsam geleitet, Ihr emsig und kunstvoll arbeitet«.
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Märchen der Maori
 Märchen sowie romantische und abenteuerliche Epen verkürzten manch langen Winterabend oder Regentag, wobei die Liebe zur Ausführlichkeit einer Geschichte nicht selten dazu führte, dass eine Erzählung mehrere Abende in Anspruch nahm. Die Erzähler wussten geschickt Altes mit Neuem zu verweben, sodass ein und dieselbe Geschichte in zahlreichen Variationen auftauchen konnte.
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Göttergeschichten
Die Maori kannten eine große Anzahl von Göttern, die sie »atuas« nannten. Jeder dieser Götter war der Schöpfer oder Vater irgendeines Naturgegenstandes, der Urheber einer Naturerscheinung oder der Repräsentant einer Naturkraft: Tane, der Vater des Tui und der Vögel überhaupt; Ru, der Vater der Seen und Flüsse; Tangaroa, der Vater der Fische; Hina-moki, der Vater der Ratte; Papa, der Vater des Kiwi; Nga-rangi-hore, der Vater der Steine; Mauika, der Vater des Feuers; Rongo, der Vater der Kumara; Tiki, der Vater der Menschen; Maru, der Gott des Krieges; Irawaru, der Vater der Hunde. Sie lebten in den Wolken, in der Sonne, in den Sternen, im blauen Himmel, im Regenbogen, in den Bergen; im Blitz, der die Bäume spaltet; im Licht, das die Nacht isst; und in der Nacht, die das Licht verschlingt. Das Meer, das unablässig an der Erde nagt, hatte seinen eigenen Gott, wie die Erde, die das Wasser vom Himmel trinkt, Nebel, Regen, Sommer und Winter, Ost- und Westwind. Mit diesen Göttern lebten die Maori in steter Gemeinschaft, überall ahnten sie ihre Nähe und brauchten infolgedessen weder Idole, noch Tempel, noch besondere Festtage.
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Die Mythen der Maori
Nach der jüdisch-christlich-islamischen Überlieferung entstand das Universum zu einem bestimmten, nicht allzu fernen Zeitpunkt in der Vergangenheit. Augustinus ging in seiner Schrift »Der Gottesstaat« von der Genesis aus und kam zu dem schlichten Ergebnis, dass Gott die Welt ungefähr 5000 v. Chr. erschaffen habe und die Zeit erst seit der Erschaffung des Universums existiere. Aristoteles und eine Vielzahl seiner griechischen Philosophiekollegen lehnten diesen Standpunkt ab, weil sie von göttlichem Interventionismus nicht viel hielten. Für sie hatten Mensch und Welt schon immer existiert. Kant, der Mann, der das Wort »Insel Universum« kreierte, fand in seinem Werk »Kritik der reinen Vernunft« überzeugende Argumente, sowohl für den einen als auch für den anderen Erklärungsversuch.
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