|
|
Sprudel aus dem Wasserhahn
Rund 600 Gramm wiegt eine leere Mehrweg-Mineralwasserflasche.
Das sind mit Kasten über acht Kilo Verpackung, die vom Geschäft
nach Hause und wieder zurück geschleppt werden - oder weniger
umweltfreundlich als Einwegflasche zum Glas-Container. Der
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt
die bequeme und billige Variante: Wasser aus dem Hahn. Denn
Trinkwasser ist nicht nur klar, es ist auch sauber. Der Gesetzgeber
hat für Trinkwasser mehr und schärfere Grenzwerte festgelegt,
als für jedes andere Lebensmittel. Trinkwasser wird regelmäßig
auf über 60 Stoffe und Stoffgruppen untersucht. Beipielsweise
darf der Pestizidwert 0,1 Mikrogramm pro Liter nicht übersteigen.
Damit ist Leitungswasser unbelasteter als Gemüse, denn hier
liegt die zulässige Pestizidmenge tausendmal höher. Auf Sprudelperlen
muß der Leitungswasser-Trinker nicht verzichten. Für 50 bis
75 EUR sind Aufbereitungsgeräte erhältlich, mit denen man
Kohlensäure beigeben kann. Das Nachfüllen der Kohlensäure-Patrone
kostet etwa 4 EUR und läßt 40 Liter Wasser perlen. Das entspricht
fast fünf Kästen Mineralwasser und 40 Kilogramm Leergut, das
nicht getragen werden muß. Wer ab und zu auf Mineralwasser
nicht verzichten möchte, sollte auf die Herkunft achten. Das
Marken-Wasser aus den tiefen Quellen des französischen Zentralmassivs
oder der italienischen Alpen hat immerhin einige hundert Kilometer
Transportweg hinter sich. Mineralwasser aus dem nahegelegenen
Brunnen schmeckt der Umwelt besser.
(Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz)
|
| |
Trinkwasser ist das sauberste Lebensmittel
Trinkwasser ist besser als sein Ruf: Trotz zunehmender Belastung
des Grundwassers durch Pestizide und andere Schadstoffe, ist
Leitungswasser dank aufwendiger Aufbereitung und strenger
Grenzwertkontrollen das sauberste Lebensmittel. Der Bund für
Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt daher
Leitungswasser als unbedenklichen Durstlöscher. Der Pestizidgrenzwert
von 0,1 Mikrogramm pro Liter entspricht einem "Quasi-Null-Wert",
damit ist unser Trinkwasser unbelasteter als Gemüse. Denn
hier liegt die zulässige Höchstmenge bis zu tausendmal höher.
Und auch bei anderen Schadstoffen, wie beispielsweise Nitrat,
gelten für das Trinkwasser strenge Grenzwerte. So liegen durch
umfangreiche Aufbereitung im Wasserwerk nur 0,4 Prozent des
Leitungswassers in Deutschland über der zugelassenen Höchstmarke
von 50 Milligramm Nitrat pro Liter. In manchen Gegenden ist
das kühle Naß aus dem Wasserhahn sogar ausgesprochen gesund:
Hartes Wasser, das bei Haushaltsgeräten zu lästigen Verkalkungen
führt, ensteht durch einen hohen Gehalt an Calcium und Magnesium.
Diese Mineralstoffe dienen dem Knochen- und Zahnaufbau sowie
dem Stoffwechsel und sind in Deutschland bei vielen Menschen
Mangelware. Der Griff zum Wasserhahn kann einer Unterversorgung
entgegenwirken. Wer lieber sprudelndes Wasser mag, kann dem
Leitungswasser durch ein Aufbereitungsgerät Kohlensäure beigeben.
Solche Geräte sind für etwa 75 EUR erhältlich. Auf dem Weg
vom Wasserwerk zum Wasserhahn kann sich die Qualität des Wassers
allerdings verschlechtern. Steht es beispielsweise längere
Zeit in Bleirohren, kann das Schwermetall herausgelöst werden.
Blei wirkt schon in geringen Spuren als chronisches Gift.
Der BUND rät daher, bei Verdacht auf Bleirohre vorsichtshalber
abgestandenes Wasser erst einmal ablaufen zu lassen. Eine
Analyse gibt Gewißheit über den tatsächlichen Zustand des
Wassers. Durchgeführt wird sie auf Anfrage von den örtlichen
Wasserwerken oder vom Gesundheitsamt. Diese geben auch Auskunft
über die allgemeine Qualität des Trinkwassers.
(Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz)
|
|
|
Wasserhahn statt Antifaltencreme
(r-g-z). Wer sich auch im Alter eine dicke Haut, klare Augen
und kräftige Haare wünscht, muss nicht zwingend auf ein Sammelsurium
von Antifaltencremes zurück greifen. Da die Körperzellen mit
fortschreitendem Alter immer weniger Wasser speichern können,
ist laut Prof. Markus Metka ausreichende Flüssigkeitszufuhr
ein Anti-Aging- Faktor von immenser Bedeutung. Sechs bis acht
Gläser Wasser pro Tag gelten als ausreichend.
|
| |
Heilmittel Wasser
Zu allen Zeit und in allen Kulturen war Wasser heilig, war
Grundlage des Lebens und konnte Leben vernichten. Für kurze
Zeit hielt man Wasser für einen unbedeutenden Rohstoff, den
man aus der Wasserleitung holt. Heute verdichtet sich in der
Grundlagenforschung von Physik, Chemie und Medizin der Eindruck,
dass die elektrische Dipoleigenschaft, die energetisch-dynamische
Strukturveränderungsfähigkeit und die biophysikalischen Anomalien
Wasser nicht nur zum Lebensspender, sondern auch zu einem
Heilmittel und hervorragenden Informationsträger machen. Neueste
Beobachtungen zeigen, dass Wasser die gesamten Frequenzen
des elektromagnetischen Feldes speichern und weitergeben kann,
was sich, je nach Wasserinformation und Wasserstruktur, günstig
oder ungünstig auf den Menschen auswirkt. Der Universitätslektor
Dr. med. Ivan Engler, Leiter der Salzburger "Ärzteforschung
für Naturheilverfahren", hat zusammen mit elf anderen, international
bekannten Wissenschaftlern ein Buch über Wasser geschrieben.
Engler führte als erster die Behandlung mit partiell ionisiertem
Sauerstoff in die Medizin ein, die sich bei Therapeuten in
aller Welt bewährt hat. Im vorliegenden Band hat er die aktuell
diskutierten Theorien, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Thema
Wasser zusammengetragen und verdichtet. "Wasser", so der nüchterne
Titel des gewichtigen Bandes, bietet Informationen und Denkansätze
für naturwissenschaftlich orientierte Leser sowie Ärzte, Heilpraktiker,
Physiker, Chemiker und Pharmazeuten. (r-g-z)
Ivan Engler (Hrsg.), Wasser, Deutscher Spurbuchverlag Baunach
1999, 288 S., kartoniert, ca. 20 EUR, ISBN 3-88778-227-5
|
| |
Nahrungsergänzung aus dem Wasserhahn
(r-g-z). Phosphate und Silikate sind Mineralstoffe, die unser
Körper braucht. Am einfachsten wäre es natürlich, wir müssten
sie nicht in Kapselform einnehmen, sondern könnten sie direkt
aus der Wasserleitung abfüllen. Was ein wenig wie ein New-Age-Märchen
klingt, ist tatsächlich möglich, allerdings nur in geringsten
Mengen. Mineralwirkstoffe können nämlich zur Trinkwasseraufbereitung
verwendet werden. Anders als bei der Wasserenthärtung bleibt
dabei der gesundheitlich nützliche Kalk im Trinkwasser, kann
aber nicht mehr auskristallisieren und die Rohre zusetzen.
Da Phosphat als natürlicher Stoff in sehr geringen Mengen
im Trinkwasser vorkommt, werden für dieses nachweislich wirkungsvolle
Verfahren der Mineralstoffzugabe spezielle Dosiercomputer
verwendet. Deren Elektronik hält den jeweiligen Mineralstoffpegel
im Wasser auf dem idealen Niveau, damit kein Kalk ausfällt.
Gleichzeitig wirken die Dosierungen aus Phosphaten und Kieselerde
als Korrosionsschutz, indem sie an der Rohrinnenseite eine
Schutzschicht bilden und/oder den pH-Wert anheben. Nebeneffekt:
Die Mineralwirkstoffe werden in Lebensmittelqualität zugesetzt
und können deshalb durchaus als Nahrungsergänzungsstoffe betrachtet
werden. Allerdings sind die Mengen (0,004 g) zu gering, um
Ernährungslücken zu schließen. Der Phosphatgehalt von fünf
Litern behandelten Wassers entspricht nur dem in einem Stückchen
Schokolade.
|
|
|
|