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Klostermedizin: Die Geheimrezepte der Mönche

(pp).- Die Geheimrezepte von Mönchen und Schwestern in den Klöstern werden neu entdeckt. Das alte Wissen, mit dem die Mönche schon vor 1000 Jahren Krankheiten bekämpften, wird an der Uni Würzburg von Wissenschaftlern auf seine Wirksamkeit überprüft. Mehr als 450 Heilpflanzen untersuchten die Forscher und stellten dabei fest, dass viele Substanzen aus der Natur ebenso effektiv sind wie die Präparate der Schulmedizin. Vor allem gegen Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Winterdepression ist so manches Kraut gewachsen. In vielen Fällen kann man also getrost auf den raschen Griff zur Chemie verzichten und sich natürlich fit und gesund halten. Glückliche Mönche machten es vor,. Einen Teil ihres Wohlbefindens verdankten sie sicher dem Kraut Borretsch. Seine essentiellen Fettsäuren fördern nämlich die Produktion des Glückshormones Serotonin - mit Wirkung innerhalb von ein bis zwei Tagen. Das einfachste Mittel also, wenn trübe Tage auf die Stimmung drücken. Borretsch kann man ganz einfach im Garten selbst anbauen (dreimal pro Woche je drei Blätter verzehren, z. B. klein geschnitten über Salat streuen oder Pasta-Soßen damit würzen), man kann ihn aber auch als Fertigpräparat in der Apotheke kaufen.

Natürlich hatten die Mönche und Schwestern in den Klöster noch viel mehr Wissen um die Heilkraft der Kräuter, die Wissenschaftler nun sukzessive als hochwirksam bestätigen.

Thymian z. B. wurde schon im Mittelalter bei starkem Husten eingesetzt. Tatsächlich wirken die ätherischen Öle und Triterpene des Krautes keimtötend, antibakteriell, krampf- und schleimlösend. Thymian hilft bei festsitzendem Husten, Keuchhusten und Bronchitis. Ideal ist die Kombination mit Primelwurzel. Bei schweren Erkältungen mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen wandten die Mönche Belladonna an, die Tollkirsche. Doch Vorsicht: Belladonna ist giftig und darf nur aus der Apotheke bezogen werden. Richtig dosiert ist sie ein sehr gutes Mittel gegen grippale Infekte. Ebenfalls in der Apotheke erhält man den guten alten Wasserdost. Die Mönche setzten ihn erfolgreich bei hartnäckigen Atemwegserkrankungen ein. Tatsächlich kann man damit die Erkrankung verkürzen bzw. bei ersten Anzeichen die Abwehr stärken.

Weitere Geheimrezepte aus der Klostermedizin:
  • Gurken senken schonend Fieber. Dazu eine Gurke pürieren oder Gurkensaft im Reformhaus kaufen und jede Stunde ein Glas trinken.
  • Süßholz fördert die Konzentrationsfähigkeit um 15 Prozent. Dazu täglich einfach vier Stück Lakritze naschen oder Süßholzwurzel jedem Tee beifügen. Die meisten Tees schmecken dadurch einfach nur ein bisschen besser.
  • Fenchel hat eine krampf- und schleimlösende Wirkung und hilft beim Verdauen. Fencheltee, -sirup oder -bonbons sind sogar für Kleinkinder gut verträglich.
  • Petersilie hilft bei Nierengries. Dazu 1 TL Petersilienblätter und ½ TL Petersiliensamen (Apotheke) mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 5 Min. ziehen lassen. 5 Tassen pro Tag trinken.
  • Rosmarin steigert die Leistungsfähigkeit und kurbelt den Stoffwechsel und den Kreislauf an. Täglich 5 Blättchen klein geschnitten über Fleisch, Kartoffeln oder Salat streuen.
  • Melisse hilft bei Schlafstörungen, wirkt krampflösend und beruhigend. Ein Top-Mittel ist nach wie vor Klosterfrau Melissengeist (Apotheke) - das Rezept dieses Heiltrunkes stammt aus dem 15. Jahrhundert. Man kann aber natürlich auch 2 TL getrocknete Melisse in Kräutertee einrühren und vor dem Schlafengehen trinken.
  • Kürbiskernöl und Kürbiskerne beugen Krebs vor und sind gut für die Prostata. Die Antioxidantien des Öls sind wasserlöslicher als andere und so für den Körper leicht verfügbar. Täglich 1 Esslöffel Kürbiskernöl an den Salat geben und / oder eine Hand voll Kürbiskerne über den Salat streuen.
  • Eibisch hilft bei Magenentzündungen. Der Schleim der Wurzel legt sich wie ein Schutzfilm auf die Magenwände, Reizstoffe können nicht mehr andocken und so kann die Entzündung abheilen. Dazu 2 TL Eibischwurzelpulver (aus der Apotheke) auf ¼ l Melissengeist geben, 7 Tage ziehen lassen, dann 5 bis 6 Tropfen täglich einnehmen.

Doris Haselmann

 

Generika sind preiswerte Medikamentenalternative

(r-g-z). Die Deutschen wollen Generika, wissen aber oft gar nicht, dass es diese preiswerte Medikamentenalternative überhaupt gibt. Dieses auf den ersten Blick widersprüchliche Ergebnis brachte eine Studie unter deutschen Versicherten. Dabei zeigte sich, dass nur wenige der Befragten über die Kostenvorteile von Generika Bescheid wussten. Vielen war nicht bekannt, dass Generika zwar absolut gleich wie höherpreisige Medikamente wirken, aber deutlich weniger kosten. Das wiederum kann bei der Zuzahlung zu rezeptpflichtigen Medikamenten spürbare Einsparungen bringen (bis zu fünf Euro pro Rezept). Wurden die Versicherten erst einmal über die Vorteile der Generika aufgeklärt, stellte sich bei vielen eine Art Aha-Erlebnis ein. 67 Prozent der informierten Patienten wollen daher künftig ihren Arzt oder Apotheker bei der Verschreibung nach günstigen Generika fragen. Besonders preisbewusst zeigten sich dabei Frauen und Menschen mit höherer Bildung. Eher zurückhaltend waren ältere und chronisch kranke Menschen. Diese Gruppe neigt eher dazu, die durch die Gesundheitsreform auf sie zukommenden Belastungen durch Einschränkungen beim privaten Konsum abzufangen.

Medikamente per Postbote: Internetapotheken

(pp).- Die wohl beste Nachricht für Verbraucher im Rahmen der Gesundheitsreform: Seit dem 1. Januar 2004 gibt es für Apotheken bei rezeptfreien und freiverkäuflichen Produkten keine Preisbindung mehr. Zusätzlich dürfen alle Medikamente - verschreibungspflichtig oder nicht - jetzt auch per Versandhandel angeboten werden. Damit wurde die längst gängige Praxis, sich Medikamente aus Holland oder Großbritannien schicken zu lassen, gewissermaßen nachträglich legalisiert.

Internet contra Pharmakonzerne

Selbstverständlich nutzen auch klassische Apotheken die neue Kalkulationsfreiheit - doch vor allem Versandapotheken kommen durch die neue Gesetzeslage zum Zug. Da sie keine teuren Raumkosten tragen müssen und mit geringerem Personalaufwand zurecht kommen, können sie ihren Investitionsvorteil voll ausreizen. Überdies liefern sie zeitlich stark eingeschränkten Berufstätigen oder Gehbehinderten die Medikamente bis an die Haustür. Wie gut das Angebot angenommen wird, bewies die niederländische DocMorris bereits letztes Jahr. Im dritten Quartal 2003 erwirtschaftete die Versandapotheke mit einem Umsatz von 13 Millionen Euro 97 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2004 erwartet das Management einen Umsatz von knapp 50 Millionen Euro. Gekämpft wird im Versandgeschäft mit harten Bandagen. Der britische Anbieter getpharma hat sich unter rund 100 verschiedenen Namen ins web eintragen lassen, so dass etwa jemand, der das Heuschnupfenmittel Flixonase oder das Bluthochdruckmittel Nifedipin in die Suchmaschine eingibt, auch auf der Homepage des Versenders landet. Und DocMorris bringt gleich 40 Pharmaunternehmen vor Gericht, um sich Rabatte zu erkämpfen. pharmakontor will sich als Discount-Apotheke profilieren: keine Versandkosten, keine Praxisgebühr bei wiederholter Bestellung der Anti-Baby-Pille, maximal 50 Prozent der gesetzlichen Zuzahlung. Das klingt so lange gut, bis man im Kleingedruckten auf 20 Euro Mindestbestellsumme stößt. Die shopapotheke24 liefert erst ab 30 Euro versandkostenfrei. Es lohnt also, sich die Geschäftsbedingungen genau anzuschauen.

Hohe Maßstäbe bezüglich Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit

Trotzdem muss niemand fürchten, in Internetapotheken schlecht bedient zu werden. Das Bundesgesundheitsministerium drückt sich hier sehr klar aus: „Für Versandapotheken gelten selbstverständlich die gleichen hohen Maßstäbe im Hinblick auf Verbraucherschutz und Arzneimittelsicherheit, wie man das auch von der öffentlichen Apotheke vor Ort kennt. Sie dürfen nur solche Arzneimittel liefern, die für den deutschen Markt zugelassen sind und die Informationen in deutscher Sprache enthalten.

Auch bei der Versandapotheke und Internetapotheke muss, selbst wenn sie sich im europäischen Ausland befindet, die kompetente Beratung in deutscher Sprache gewährleistet sein und von pharmazeutischem Personal durchgeführt werden.“ Wer nicht auf den persönlichen Kontakt zu seiner Apotheke verzichten will, kann trotzdem das Internet sinnvoll nutzen. Unter www.pharmacy-point.de kann man alle Medikamente per Internet vorbestellen und dann bei einer Apotheke seiner Wahl oft schon wenige Stunden später, in aller Regel aber am nächsten Werktag abholen. Zusätzlich profiliert sich die Seite als Spezialseite zu allen Themen rund um die Apotheke: Apotheken-Notdienste, Erste-Hilfe-Tipps, Biowetter, Selbsthilfegruppensuche, Giftnotruf etc.

Bis vor Kurzem war der Vertrieb übers Internet nur für freiverkäufliche Arzneimittel gestattet, für Produkte also, die auch Reformhäuser und Drogerien anbieten dürfen, wie z. B. Vitaminpräparate. Seit Januar 2004 gilt diese Regel nicht mehr: Der Fachhandel darf jetzt auch übers Internet sowohl apotheken- als auch verschreibungspflichtige Medikamente verkaufen. Die Preisbindung bei den verschreibungspflichtigen Arzneien bleibt zwar erhalten, doch bei allen anderen Produkten gibt es erhebliche Preisunterschiede. Aufgrund einer Kooperation mit Branchenpartnern und der Internet-Vertriebsstruktur kann Christian Buse enorme Preisvorteile an seine Kunden weitergeben. 2001 gründete der Apotheker das Gesundheitskaufhaus www.mycare.de sowie zusätzlich eine Plattform für Diabetiker.

Über www.diabetic.de können sich Betroffene austauschen und gleichzeitig durch Fachpersonal beraten lassen. Auch den Kunden von mycare.de stehen zu jedem einzelnen Produkt detaillierte Informationen zur Verfügung, zusätzlich können sie sich mit ihren Fragen per Telefon, E-Mail oder Fax: an Christian Buse und seine Mitarbeiter wenden. Fachliche Kompetenz und Beratung sind somit gewährleistet, deren Fehlen bislang der Haupteinwand gegen einen online-basierten Arzneimittelversand war. Diabetiker sparen zudem bei einer Auswahl von etwa 300 Produkten beispielsweise bei Blutzuckermessgeräten bis zu 60 Prozent, freiverkäufliche Arzneimittel sind bis zu 40 Prozent günstiger zu haben. Seit Januar 2004 umfasst Buses Sortiment an die 270.000 Medikamente.

Per Rezept bestellte Medikamente werden frei Haus geliefert, die Abrechnung erfolgt direkt mit der Krankenkasse. Auf Diabetikerhilfsmittel entfällt keine Rezeptgebühr, für die künftig zum Versand freigegebenen Medikamente kann der Patient die Gebühr per Überweisung oder Kreditkarte begleichen. Die Lieferung erfolgt binnen 48 Stunden. Mycare.de hat außerdem rund 4.000 Gesundheitsprodukte im Angebot, die ab einem Bestellwert von 50 Euro versandkostenfrei erhältlich sind. Die Palette reicht von Nahrungsergänzungsmitteln über Haut- und Körperpflege, Schwangerschaft und Babypflege, Hilfsmittel wie Massagegeräte oder Akupunkturlaser bis hin zu Präparaten zur Gewichtsreduktion, ferner Bücher und Videos.

Höchste Priorität hat für Buse die Sicherheit der Kundendaten: Diese sind über die derzeit beste SSL-Verschlüsselung, „Secure-Server-ID“ von VeriSign, gesichert. In puncto Logistik setzt Buse auf die Nr. 1 in Deutschland, die DHL, über deren „Track & Trace“ der Kunde jederzeit erkunden kann, wo sich seine Bestellung gerade befindet. Nicht von ungefähr hat das Europäische Handelsinstitut mycare.de als geprüften Online-Shop ausgezeichnet. Schließlich sind da noch ein umfassendes Online-Medizinlexikon und eine Suchmaschine, die auch dann fündig wird, wenn sich bei der Eingabe Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Denn wer kennt schon alle oftmals lateinischen Medikamentennamen?


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Diese Seite wurde am 09.08.2010 aktualisiert !